Archiv für November 2013

Freiheit könnt ihr nicht verbrennen!

Während des jährlichen sogenannten Unabhängigkeitsmarsches (11.11.) in Warschau, der vornehmlich von rechten Hooligans und Nazis besucht wird, wurde z.B. das Squat „Przychodnia“ angegriffen und das Regenbogendenkmal verbrannt.
Um zu zeigen das eine solche Gesellschaft, nicht die unsere ist, gab es eine Demostration.
Wir sind alle Antifas, anders geht es nicht!

Scheiß Drecksnest! Schneeberg

Unter „Wir-sind-das-Volk“-Rufen sind bei einem von der NPD organisierten „Lichtellauf“ am 2. November ca. 1800 Bürger_innen mit Fackeln durch Schneeberg gezogen. Das ist eine kaum verhohlene Anknüpfung an die Fackelmärsche von SA und SS, und eine kaum verhohlene Drohung, das Flüchtlingslager am Stadtrand beizeiten niederzubrennen. Auch in den sozialen Medien blüht die rassistische Paranoia. Unterm Applaus der Netzgemeinde werden Geflüchtete als „Dealer“, „Vergewaltiger“, „Kriminelle“ und „Asylbetrüger“ stigmatisiert. Die Verfolger_innen spielen verfolgte Unschuld, und die Politik verspricht, in Zukunft besser und früher auf ihre „Sorgen und Befürchtungen“ zu hören. All das erinnert fatal an die Pogrom-Stimmung in Hoyerswerda, Mannheim-Schönau und Rostock-Lichtenhagen vor mehr als zwanzig Jahren.

Quelle: http://top-berlin.net/de/texte/beitraege/scheiss-drecksnest-scheiss-drecksland

Auch diesen Samstag (16.11.2013) trifft sich wieder der hässliche deutsche Mob um gemeinsam mit der NPD in Schneeberg gegen Flüchtlinge zu hetzen. Aus verschiedensten Städten gibt es Busse, um diesen Fratzen in ihre Suppe zu spucken. Mehr Info zu Gegenveranstaltungen gibt es unter http://refugeeswelcome.blogsport.eu/

Support your local illegal Disco! Ordnungsamt Fuck Off!

Die gute Nachricht unsere Genossin Sonja ist wieder aus dem Knast draußen dennoch hier der Hinweis: all ihr lieben Leute die mit uns das Wochende(16/17.11.2013) verbringen wolltet, es fällt aus, wirklich und war auch nur bedingt absehbar.

Sadly we have to tell you that the party, this weekend(2013-11-16/17), is canceled.

Ordnungsamt Fuck off!

Die Stadt machen wir uns selbst! Wir wollen eine ganz, ganz andere Stadt! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Berlin! Wir wollen ein ganz, ganz anderes Leben im Hier und Jetzt! Wir haben Sehnsucht nach bunten Fassaden, nach Freiräumen und Wagenplätzen, nach vielen Menschen auf der Straße und nach emanzipatorischer Veränderung! Wir wollen uns nicht den ganzen Tag mit Arbeit und Stress um die Ohren schlagen, um Miete, Strom und Krankenkasse zahlen zu können, wir wollen uns auch nicht weiter von Ämtern schikanieren und bloßstellen lassen. Wir beten kein goldenes Kalb an, keinen Boss und haben auch sonst keine Helden. Wir wollen Bewegungsfreiheit und Schönheit. Wir wollen keine Kontrolleure in der U-Bahn und überhaupt keine Menschen, die unsere Papiere verlangen und uns in Legale und Illegale spalten. Wir scheißen auf die Behörden, die uns das Leben schwer machen, und wir lehnen es ab, Randfiguren in einem schlechten Spiel zu sein.

Die Stadt sind wir alle! Und wir wollen in ihr ein freies, schönes Leben führen. Wir wollen aus den uns zugewiesenen Rollen ausbrechen, frei, radikal und wild. Wir wollen ein Miteinander erleben, das Rassismus und Sexismus überwindet, ein Nebeneinander ohne Konkurrenz und Feindschaft, ohne Gewalt und Isolation. Wir rufen dazu auf, Gesellschaft neu zu denken! Eine Gesellschaft, in der Unterdrückung und Dummheit ein für alle Mal auf den Müllhaufen der Geschichte verbannt wird. Eine Gesellschaft, in der es Zeit und Raum gibt für Fortschritt, der den Menschen dient, und Arbeit, die Sinn macht! Wir nehmen uns Platz für Mitbestimmung und Gestaltung, Respekt und Freiheit!

Wir haben die Schnauze voll von prügelnden Bullen und ihrem Pfefferspray, dem Ordnungsamt und Security in unseren Straßen, von Auflagen, Verordnungen und Bestimmungen. Wir wollen keine Überwachungskameras auf unseren Plätzen, kein “Alles-verboten”-Schild auf dem Rasen und keine kommerzielle Bespaßung für die Massen. Keine Helikopter mit seinen Wärmebildkameras und keine High-Tech-Überwachung auf all unseren Wegen. Wir wollen einen kunterbunten urbanen Dschungel, in dem viele Welten Platz haben, die sich ausprobieren und ausleben können. Es ist unser Leben, unsere Zeit, unsere Stadt!

STAY WILD